Wie Gott durch die Zeiten Geschichte schreibt

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Predigt am 1. Weihnachtsfeiertag 2023, Kreuzkirche Bayreuth: 2. Mose 2,1-10:

Liebe Gemeinde,

vielleicht kennen Sie den Kinderfilm »Der Prinz von Ägypten«, in dem die Geschichte von Mose erzählt wird. Neben der besonderen Musik ist der Film vor allem aufgrund seiner starken Bilder sehr eindrücklich. Er zeigt mit fesselnden Szenen die Unterdrückung des Volkes Israel in der Gluthitze Ägyptens. In diese Situation hinein wird Mose geboren.

Wir hören auf den Predigttext, der auf den ersten Blick für den 1. Weihnachtsfeiertag schon sehr erstaunt. Ich muss gestehen, ich habe doch erst mit mir gerungen, ob ich diesen neuen Predigttext wirklich nehmen soll. Ich lese 2. Mose 2,1-10:

Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levis zur Frau.

2 Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate.

3 Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, nahm sie ein Kästlein von Rohr für ihn und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils.

4 Aber seine Schwester stand von ferne, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde.

5 Und die Tochter des Pharao ging hinab und wollte baden im Nil, und ihre Dienerinnen gingen am Ufer hin und her. Und als sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen.

6 Und als sie es auftat, sah sie das Kind, und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie, und sie sprach: Es ist eins von dem hebräischen Kindlein.

7 Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und eine der hebräischen Frauen rufen, die da stillt, dass sie dir das Kindlein stille?

8 Die Tochter des Pharaos sprach zu ihr: Geh hin. Das Mädchen ging hin und rief die Mutter des Kindes.

9 Da sprach die Tochter des Pharaos zu ihr: Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will es dir lohnen. Die Frau nahm das Kind und stillte es.

10 Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

  1. Gottes Geschichte mit Mose

Es ist eine dramatische Geschichte, die sich da entfaltet. Nicht nur, dass es um Leben und Tod geht. Nein, in dieser Geschichte wird auch der Führer Israels geboren. Ein Mann, an dem sich Propheten, Könige und Priester späterer Zeit messen müssen. Er wird zum Idealbild des Israeliten.

Aber haben wir es bemerkt: Nicht ein einziges Mal taucht Gott in dieser Geschichte auf. Der Text spricht nicht davon, dass Gott rettend eingreift oder zu irgendwem spricht. Man könnte fast das Gefühl haben, dass wir da eine weltliche Geschichtserzählung vor uns haben, die nichts mit dem Gott Israels zu tun hat. Und es ist ja spannend, dass Gott bis zu der Geschichte mit dem Dornenbusch anscheinend nicht mit Mose Kontakt aufnimmt.

Und doch ist unser Predigttext eine Aneinanderreihung von Wundern und Erzählungen davon, wie Gott das Leben des Moses und das seiner Familie bewahrt und segnet. Aber Gott handelt nicht immer mit großen und mächtigen Zeichen, wie die Plagen, die Mose später dem Pharao ankündigte. Nein, Gott handelt oft im Verborgenen und er handelt durch Menschen. Es ist in dieser Geschichte gut zu sehen, wie Gott Menschen in seinen Plan einbindet, sie leitet und gebraucht.

Und dieser Predigttext erzählt davon, dass Gott gerade die gebraucht, die gering geachtet sind. Es sind keine Helden oder großen Krieger wie Josua, Gideon oder David. Nein, es sind Frauen, die damals leider weniger galten als Männer. Die beiden Hebammen Schifra und Pua gebraucht er, um die Kinder der Israeliten zu retten. Er gebraucht Moses Mutter, die ihn zur Welt bringt, versorgt und verbirgt, und Mirjam, die Schwester des Moses, die über ihren kleinen Bruder wacht und der Gott in einer schwierigen Situation den richtigen Einfall gibt, damit Mose geschützt aufwachsen kann. Und Gott gebraucht auch die Tochter des Pharaos, die ihn gar nicht kennt, die er aber doch so leitet und lenkt, dass sie vom Mitleid erfasst wird und für Mose sorgt.

Und so führt es Gott, dass unter den widrigsten Umständen der Grundstein dafür gelegt wird, dass sein Volk aus der ägyptischen Knechtschaft befreit wird. Gott sendet nicht erst ein großes Heer, das Ägypten niederwirft und Israel dann ziehen lässt. Nein, er baut seinen Weg durch diese Frauen, die in der Gesellschaft damals keinen hohen Wert hatten. Aber Gott sieht sie. Für ihn sind sie wertvoll und er lässt sie eine Rolle in seinem Heilsplan ausfüllen.

Es lohnt sich, sich an dieser Stelle nochmal die Jahreslosung 2023 ins Gedächtnis zu rufen: Du bist ein Gott, der mich sieht. Das gilt für dich in deiner ganz persönlichen Lebenssituation. Aber das gilt auch im Blick auf Gottes Wirken in dieser Welt. Vielleicht wirst Du wie Schifra und Pua oder Maria und Josef gerade von Gott gebraucht, um seinen Willen Wirklichkeit werden zu lassen. Vielleicht bist Du gerade für jemand anderes wichtig als Bezugsperson und Wegbegleiter und hilfst damit, dass Gottes Wille geschieht. Weise das nicht einfach zu bescheiden von Dir. Gott redet nicht immer senkrecht und lautstark von oben, er redet auch durch Menschen. Vielleicht darfst Du dabei auch Gottes Wegbereiter für seinen Willen immer wieder sein, wer weiß? Und umgekehrt ist es auch wichtig, dass Du selbst bei wichtigen Entscheidungen immer auch Menschen deines Vertrauens um Rat fragst und nicht allein für dich entscheidest.

Manchmal lenkt Gott eben auch durch Menschen die Wege. Wenn ich an unseren Stellenwechsel hier nach Bayreuth und in die bayrische Landeskirche vor gut drei Jahren denke, so kann ich eindeutig einige Menschen an bestimmten Positionen benennen, die diesen Weg in all den Regularien und Weichenstellungen, die für einen solchen ungewöhnlichen Weg nötig sind, geebnet haben. Sie haben menschlich gehandelt. Und waren doch- so können wir es jedenfalls heute als Familie bekennen ? Wegbereiter für Gottes Willen für unseren Lebens- und meinen Berufsweg. Das zu wissen, gibt mir persönlich Freude, Zuversicht und manchmal auch nötigen Trost auf dieser Pfarrstelle.

Wir haben jetzt Gottes Geschichte mit Mose betrachtet. Wenn wir jetzt Gottes Geschichte mit Jesus betrachten, werden wir große Ähnlichkeiten feststellen.

II. Gottes Geschichte mit Jesus

Nicht nur Moses Geburt geschieht unter widrigen Umständen. Auch Jesu Geburt ist nicht behütet und komfortabel. Und sein Leben ist zwar nicht vom Pharao bedroht, dafür aber von Herodes. Gerade da, wo es so aussieht, dass nur Menschen das Sagen haben, arbeitet Gott dennoch im Verborgenen. Gerade da, wo es überhaupt nicht danach aussieht, ist Gott am Werk und beginnt seine Hilfs- und Rettungsmission.

Das ist meine Hoffnung und mein Vertrauen auch bei all den Tyrannen dieser Zeit. Mag es nach außen so scheinen, als hätten sie alle Macht und als hingen die Geschicke dieser Welt an ein paar wenigen mächtigen Menschen, so gilt doch, dass Gott im Verborgenen am Werk ist und Geschichte schreibt. Das konnte kein Pharao damals auslöschen, auch kein Herodes und heute auch kein Putin, Trump im Wahlkampfmodus oder andere aktuelle Politiker, die sich teilweise selbst völlig überhöhen. Auch sie werden alle ihre Knie einmal beugen müssen. Und wenn sie es an der Krippe nicht üben, werden sie am Thron Gottes einmal gezwungen. So wie wir alle auch. Es ist nun einmal so: Wer das sich beugen vor dem lebendigen Gott nicht rechtzeitig lernt, der wird gebeugt. Und das ist immer schmerzhafter als wenn wir es selbst tun.

Aber zurück zur Weihnachtsgeschichte: Gott kommt nicht mit großem Brimborium und Tamtam in die Welt. Maria und Josef mussten eine beschwerliche Reise nach Bethlehem auf sich nehmen, in einem Stall übernachten und nach nicht allzu langer Zeit vor der Bedrohung durch Herodes nach Ägypten fliehen.

Nicht gerade die Geschichte eines Helden oder Gottessohnes, die man erwarten würde. Aber genau die Geschichte, die man von unserem Gott erwarten kann. Auch hier hält Gott seine Hand in all den Umständen über die, die ihm wichtig sind. Das, was in den Augen der Menschen gering ist, achtet er hoch. So kommt der, der die Welt rettet, der für dich und mich am Kreuz gestorben ist, in einer Weise in die Welt, die man von einem Gott nicht erwarten würde.

Aber was an Weihnachten geschieht, ist mehr als das, was bei Mose passiert. Hier ebnet Gott nicht nur einer wichtigen Person den Weg. Anders als bei Mose ist es nicht so, dass Gott sich nur im Hintergrund hält. Das tut er auch. Aber er tut eben mehr.

In Jesus Christus kommt Gott selbst in die Welt. Gott hört auf, nur die Geschichte zu lenken und zu leiten. In Jesus kommt dieser mächtige Gott in die Welt und wird selbst Teil der Geschichte. Gott bindet sich in Jesus an Zeit und Raum. Für den allmächtigen und großen und ewigen Gott eigentlich unvorstellbar und doch tut er es.

Und so, wie er Mose gebraucht, um den ersten Bund mit seinem Volk zu schließen, so schließt er in Jesus den neuen Bund. Aber in diesem Bund geht es nicht mehr um die Gesetze und die Weisungen. Nein, es geht zuerst um das, was Gott uns schenken will. In diesem neuen Bund schafft er Freiheit. Er schafft Freiheit von Not und Schuld. Er schafft Freiheit von Angst und Bedrückung und er schafft einen Bund, der neues, ewiges Leben durch Jesus schenkt. Fürchtet euch nicht, siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird: Denn euch ist heute der Heiland geboren. Das ist der neue Bund auch mit Dir. Dein Heiland, dein Retter verbindet sich mit Dir in Ewigkeit.

Und warum tut er das? Aus lauter Liebe. Weil Gott die Menschen liebt, streckt er seine Hand aus und handelt in der Geschichte. Oft im Verborgenen und oft durch Menschen, von denen wir es nicht erwarten. Aber wenn wir hinsehen, können wir die Spuren seines Handelns in unserer Welt entdecken. Und damit sind wir beim 3. Punkt:

III. Gottes Geschichte für uns

Weil Gott die Menschen liebt, sendet er selbst seinen Sohn Jesus Christus in die Welt. Er kommt in ihm selbst zur Welt und verbindet sich mit der Geschichte. Er kommt, um uns den Weg zum Vater zu zeigen und die Mauer einzureißen, die wir durch unsere Schuld und Sünde zwischen uns und Gott errichtet haben. Und er kommt, um uns diesen neuen Weg zu zeigen, auf dem uns Gott als liebender Vater entgegenkommt.

Weil Gott uns Menschen liebt, sieht er uns an. Wie es die Jahreslosung verkündigt, ist er ein Gott, der uns ansieht mit all unseren Schwierigkeiten und Herausforderungen. Er kommt zu uns. Er sieht, wo wir Schwierigkeiten haben. Er sieht uns da an, wo wir leiden. Er sieht uns da, wo wir einsam sind. Er sieht unsere Krankheit. Er sieht uns mit unseren Fehlern. Und mit alledem lässt er uns nicht allein. Er bleibt an unserer Seite. Und in alledem sagt er: »Das alles habe ich auf mich genommen, als ich in die Welt gekommen bin. All das habe ich auf mich genommen, dass du frei sein kannst.«

Gerade in all dem, was wir in den vergangenen Jahren und auch in diesem Jahr an Bedrohlichem erlebt haben, und an Dingen, die uns Angst machen können, lässt er uns nicht allein. Er handelt in der Welt, um für uns zu sorgen. Auch wenn wir es nicht immer mitbekommen oder spüren, so steht seine Nähe und Liebe zu uns unverrückbar fest. Und gerade in all dem, was wir erleben, dürfen wir wissen, dass Gott sich nicht in seinen vornehmen Palast zurückzieht. Nein, er macht sich die Hände schmutzig, kommt in unsere Welt. Die Botschaft von Weihnachten ist, dass Gott die Menschen liebt und dass er mit ihnen in Verbindung sein will.

Das will ich dir jetzt nochmal ganz persönlich zu sprechen: Gott sorgt für Dich. Er sieht Dich! Und er liebt Dich. Und für Dich ist er in die Welt gekommen, damit Du seine Liebe erfahren und mit ihm in deinen Alltag gehst. Mit allen Höhen und Tiefen. Und wenn Du bereit dazu bist, dann wird er dich auch gebrauchen, um etwas von dieser Liebe weiterzugeben und das Licht in die Finsternis dieser Welt zu tragen.

Deswegen ist Weihnachten das Fest der Liebe: Weil Gott in der Geschichte handelt und weil er aus lauter Liebe zu uns in unsere Welt gekommen ist. Er ist in die Welt gekommen, jetzt lasst uns auch neu auf den Weg zu ihm machen.

Dazu noch eine Geschichte, die sehr deutlich macht, wie wir das machen können. Sie gehört für mich zu einer der wichtigsten Weihnachtsgeschichten, die ich kenne:

In Bethlehem lebte auch kluger, ein fleißiger, frommer und ein bisschen reicherer Mann. In jener Nacht stand er Mann auf seinem Balkon. und schaute zu den Sternen hinauf. Er konnte nicht schlafen. Plötzlich sah er die Hirten im Dauerlauf auf das Dorf zueilen. Er rief: ?Was ist los?“ Einer der Hirten hielt kurz an und sagte atemlos: ?Der Heiland ist geboren!“ Dann eilte er weiter. Der Mann dachte, was für ein Quatsch.

Im frühen Morgengrauen kamen die Hirten zurück. Unser Mann stellte sich ihnen in den Weg und schrie sie an: ?He, ihr Burschen, was glaubt ihr denn eigentlich…?“ Lachend sagte der Älteste der Hirten: ?Wir glauben an den Heiland, wir haben ihn gesehen! – Im Stall bei der Schenke.“ Zunächst noch zweifelnd sagte sich der Mann: ?Wenn das nun wirklich stimmt!?. Er packte Brot Milch und Butter und ein bisschen Honig ein. Dann ging er zu seinem Safe, nahm ein Bündel Geldscheine und machte sich auf den Weg. Das Geld hatte er zur Sicherheit mitgenommen – denn, wenn da wirklich der Heiland zur Welt gekommen ist, dann ist dieses Geld gut angelegt.

Vor der Stalltür stand ein Engel und hielt Wache. Unser Mann grüßte höflich und wollte am Engel vorbei in den Stall. Der aber hielt ihn auf und fragte: ?Was hast du da in deinem Beutel?“ Aha, Sicherheitskontrolle, dachte unser Mann und war nun schon fast überzeugt: Dort im Stall muss wirklich eine ganz wichtige Person zu Hause sein. Er zeigte brav Brot, Milch, Butter, Honig und auch das Geldbündel. Da wurde der Engel irgendwie traurig und sagte zu unserem Mann: ?Tut mir leid, aber damit kannst du nicht hinein! Leg deine Geschenke da drüben auf den Tisch und dann komm!“ Der Mann wurde rot vor Scham, denn ihm war klar geworden, mit so einem kleinen Trinkgeld darf man nicht zum König der Welt kommen. Er legte das Mitgebrachte auf den Tisch und ging schnell, aber immer noch würdevoll nach Hause. Dort nahm er das restliche Bargeld aus dem Safe, dazu eines von den vier Sparbüchern

Der Engel empfängt ihn freundlich – das haben Engel so an sich. Mit feuchten Händen, aber voller Stolz zeigt unser Mann Bargeld und Sparbuch
Der Engel schüttelt bedauernd den Kopf: ?Oh, mein Freund, hast du?s noch nicht begriffen? Geh, leg? alles zu den anderen Sachen drüben auf den Tisch und dann komm!“ Unser Mann gerät in Panik. Zu wenig?! – und dabei habe ich doch fast alles…

?Der Heiland der Welt braucht deine Mitbringsel nicht! Er will dich, dein Herz, dein Leben? ergänzt der Engel geduldig. Schon will er ihm die Türe zum Stall aufhalten, aber unser Mann geht traurig weg.

In der kommenden Nacht kann unser Mann wieder nicht schlafen – seine Gedanken schlagen Purzelbäume. Am nächsten Morgen ist ihm alles klar. Er nimmt seinen Taufschein, seinen Konfirmations- schein, seinen kirchlichen Trauschein, seine Schulzeugnisse – die kann er getrost zeigen – das Polizeiliche Führungszeugnis hätte er fast vergessen. Dazu noch Blutspendepass Spendenbescheinigungen Das alles packt er in eine Schuhschachtel. Das also ist mein Leben ? denkt er sich, das will ich ihm geben.

Der Engel empfängt ihn freundlich. ?Na, was hast du denn diesmal mitgebracht?“ ?Hier mein Lebenslauf, mit allen Belegen und Zeugnissen!“ Freudestrahlend hält er dem Engel die Schuhschachtel hin und ist sich ganz sicher, dass er nun endlich eine Audienz beim König der Welt bekommt. Nun ist der Engel ganz traurig ?Soso, das also ist dein Leben – transportierbar in einer Schuhschachtel?!“

Während dessen kommen die Hirten, pfeifend und von Herzen fröhlich. Sie grüßen kurz den Engel, der lässt sie eintreten. Behutsam und sorgfältig macht er die Türe wieder zu. Bitter enttäuscht, fragt unser Mann: ?Was haben die, was ich nicht habe?“ ?Die, die haben gar nichts, du kennst sie doch, das sind Habenichtse, wie sie im Buche stehen.“ ?Und was bringen die dann dem König der Welt?“ ?Nichts, ihre leeren Hände, das ist ihre Eintrittskarte.

Also, liebe Weihnachtsgemeinde: Deine leeren Hände will er. Er will dich und jeden, der mit leeren Händen kommt, reich beschenken, lass dir?s gefallen. Jetzt geh, leg deinen Lebenslauf dort auf den Tisch und dann komm – er wartet auf dich.“

Amen.

Verfasser: Pfarrer Friedemann Wenzke, Dr. Martin Luther Str. 18, 95445 Bayreuth, Tel: 0921/41168; E-Mail: friedemann.wenzke@elkb.de